Ein wenig vom Doroszlo und dem Heimatmuseum!


 

Doroszló ist ein kleiner Ort in der südwestlichen Spitze des Bácska, an dem Duna-Tisza-Duna Kanal.Es wohnen überwiegend Ungarn in diesem kleinem Dorf,das ungefähr 20 km von Zombor liegt.

1313 wird Doroszló das erstemal  urkundlich erwähnt.Das Dorf war zur Zeit der türkischen Besetzung (1662) bewohnt,dann erst wieder ab 1752 bevölkert.Der Ort verschob sich in Richtung des bekannten mittelalterlichen Walfahrtsort Bajkút.Da der Ort auf eine lange Tradition blickt, die unbedingt erhalten werden soll,reift der gedanke, ein Heimatmuseum zu errichten.In der ältesten Straße des Dorfes, Szentkút utca, fand man ein altes Lehmhausauf, mit einem Grundstück von 1000qm, auf dem sich die Idee verwirklichen ließ.

Schon wenn man den Hof des Hauses betritt, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt und dieses Gefühl verstärkt sich, wenn man das Innere des Hauses gelangt.Das Interieur stammt aus den 30 ger Jahren.Die erste Station beim Rundgang führt uns in die “ Gute Stube”.Sie imponiert durch die wunderbaren Betten mit ihrer gehäkelten Bettwäsche.In diese sind Motive aus Doroszló eingearbeitet.Dieses Zimmer wurde ,wie es bei guten Stuben üblich ist nicht, benutzt.Von diesem Raum geht der Rundgang weiter in den mittlerem Raum des Hauses -die Küche. Auch heute wirkt sie noch so, als würde der Bauer gleich um die Ecke kommen und sich zum Essen setzten.Der Mittelpunkt der Raumes bildet der offen Teil des Kamines.Die andere Seitet des Ofens befindet sich im hinterem Zimmer des Hauses.Dort spielte sich das Familienleben ab. Die komplette Familie lebet in diesem Raum. Auch heute noch stehen Bette in dem Raum ,daneben die Wiege.Der Raum ist funktionelle eingerichtet und hat doch seinen ureigensten Charm.

Alles steht an seinem Platz!Die landwirtschaftlichen Geräte warten auf ihren Einsatz, die Speisekammer ist gefüllt ,der Garten ist bestellt und die Kutsche ist bereit.Es fehlen eigentlich nur die Tiere ,die auf einen Hof gehören...Das kliene Häuschen steht idyllisch an einem kleine Fluß und auch das kleines Gärtchen macht alles richtig heimelig.Der Erbauer wußte, warum er sich genau diesen Platz ausgesucht hat!

Das kleine weiße Häuschen mit den blauen Fenstern hat alles was ein “ tajhaz” braucht, und Gott sei dank auch Menschen,denen sein Wohl am Herzen liegt und sich unermütlich um diese kleine Kunstwerk bemühen.

 

Im Original von Timea Lennert

 übersetzt und überarbeitet von

 Tivadar Moger